AGB´s

 

§ 1. Vermittlung von Jagdreisen 1. Grundsätzlich wird die Firma Natura Wild GmbH für den Jagdkunden als Vermittler der gebuchten Jagd tätig. Die Buchung beinhaltet daher die Beauftragung und Bevollmächtigung einen Vertrag mit dem jeweils benannten Jagd-/Reiseveranstalter, Revierpächter, sowie ggf. weitere Verträge mit anderen Leistungsträgern (Fluggesellschaften, Transportunternehmen, Hotels usw.) zu vermitteln und abzuschließen. Die Leistungen werden dabei grundsätzlich nicht in Verantwortung der Natura Wild GmbH erbracht (§ 651a Abs. 2 BGB).

§ 2. Der Vermittlungsvertrag über die Vermittlung von Reiseleistungen kommt entweder durch schriftliche, mündliche oder fernmündliche Annahme eines Angebots durch den Kunden oder den Eingang der vom Kunden unterschriebenen Anmeldung oder Auftragsbestätigung bei der durch den Eingang der ersten Zahlung des Kunden für die geplante Jagdreise zustande. Erforderliche Änderungen der Leistungen oder Umbuchungen durch unvorhergesehene Ereignisse können durch die Natura Wild eigenständig vorgenommen werden, stets mit der Maßgabe den Umständen entsprechend ähnliche oder vergleichbare Leistungen zu vermitteln und den Ablauf der Jagdreise zu gewährleisten.

§ 3 Stornierungsgebühren Storniert der Kunde eine Buchung, so hat der Reisevermittler Anspruch auf folgende  Leistungen:  Bei  Stornierung  hat  der  Jagdkunde  der  Natura  Wild  GmbH  als  Vermittler  die volle  Bearbeitungsgebühr  und  die  bis  zur  Stornierung  entstandenen  Kosten  zu  erstatten.  Wenn  die Natura   Wild   GmbH   gegenüber   dem   jeweiligen   Jagdveranstalter   mit   den   Jagdreisekosten   zur Sicherung  der  Buchung  in  Vorleistung  zu  gehen  hat,  gilt,  dass  bei  Stornierung  weniger  als  60 Tage, aber mehr als 30 Tage vor Reiseantritt, der Kunde der die volle Bearbeitungsgebühr und im übrigen 50  %  der  Vorauszahlungsrechnung  zu  erstatten  hat.  Bei  Stornierung  bis  einschließlich  30 Tage  vor Reiseantritt  sind  neben  der  Bearbeitungsgebühr  die  volle  Vorauszahlungsrechnung  vom  Kunden  zu zahlen.  Soweit  die  Beträge  vorab  verauslagt  wurden  und  diese  vom  Ausländischen  Jagdveranstalter zurückerhält,  werden  dem  Kunden  diese  Beträge  abzüglich einer  Verzinsung  in  Höhe  von  5%  über Basiszins  für  die  Dauer  der  Verauslagung  erstattet.  Der  Kunde  hat  die  Möglichkeit  des  Nachweises, dass ein Schaden entweder gar nicht oder wesentlich niedriger als die Pauschale entstanden ist.

§ 4 Jagdgruppe/Übertragung einer Reise Gilt die Anmeldung für mehrere Jagdgäste (Jagdgruppe), so verpflichtet   sich   der   Unterzeichner,   die   anderen   Jagdgäste   auf   die   Abrechnungsmodalitäten hinzuweisen und tritt im Zweifel in die Zahlungsverpflichtung ein. Der Kunde hat darüber hinaus das Recht,   jederzeit   die   von   ihm   gebuchte   Reise   an   eine   andere   Person   zu   übertragen,   die   die notwendigen  Bedingungen  für  die  Teilnahme  an  der Reise  erfüllt.  In  diesem  Falle  ist  der  Jagdkunde verpflichtet,  die  Natura  Wild  GmbH  unverzüglich  über  die  Übertragung  zu  unterrichten  und  zwar mindestens  14  Tage  vor  Reiseantritt.  Andernfalls  kann  die  Reise  nicht  übertragen  werden.  Bei Übertragung  einer  Reise  haftet  die  Person,  auf  welche  die  Reise  übertragen  wird,  neben  dem ursprünglichen  Reiseteilnehmer  gesamtschuldnerisch  für  alle  bis  zu  diesem  Zeitpunkt  noch  nicht geleisteten  Zahlungsverpflichtungen,  die  im  Zusammenhang  mit  der  Reise  bereits  angefallen  sind oder noch entstehen können. Für kundenseitige Änderungen (Umbuchungen) eines Vertrages ist ein Betrag  in  Höhe von 30,00 € als Aufwandsentschädigung zuzüglich evtl. entstandener Kosten zu zahlen.

§  5 Preisänderungen  Beginnt  eine  Reise  später  als  4  Monate  nach  Vertragsabschluss  (§  309  Ziff.  1 BGB), so behält sich die Natura Wild GmbH für den Fall, dass sie als Jagd - Reiseveranstalter Leistungen erbringt,  Preiserhöhungen  vor,  mit  denen  ggf.  die  Erhöhung  von  Beförderungskosten,  der  Abgabe von  bestimmten  Leistungen,  wie  Hafen -oder  Flughafengebühren,  oder  einer  Änderung  der  für  die betreffende Reise geltenden Wechselkurse Rechnung getragen wird. Dieses Recht auf Preisänderung muss  spätestens  21  Tage  vor  dem  vereinbarten  Abreisetermin  geltend  gemacht  werden  (§  651 a  IV BGB).

§  6 Leistungen  1.  Leistungen  als  Vermittler  Soweit  wir  als  Vermittler  für  den  Jagdkunden  tätig  sind, beschränkt   sich   die   Verpflichtung   dem   Jagdkunden   gegenüber   auf   die   Vermittlung   der von Jagdwelten  angebotenen  Jagd/Reise  und  Zurverfügungstellung  aller  für  die  Jagd/Reise  notwendigen Informationen –einschließlich   Prospekt -.Wir   sind   für   die   hinreichende   Information   über   die  Konsequenzen  der  Haftung  bei  Reisevermittlung  und  Reiseveranstaltung  verantwortlich.  Wir  sind weiter   verpflichtet,   den  Vertrag   hinsichtlich   der   in   Aussicht   genommenen   Jagdreise   mit   dem Reiseveranstalter  oder  Leistungserbringer  zum  Abschluss  zu  bringen  und  dessen  ordnungsgemäße Abwicklung im Rahmen der Tätigkeit als Vermittler hinreichend zu fördern. Beförderungen im Linien - oder Charterverkehr, für die die Beförderungsunternehmen einen Beförderungsnachweis ausstellen, sowie  Sonderveranstaltungen,  wie  z.  B.  Ausflüge  oder  Führungen,  werden  immer  nur  vermittelt.  2. Leistungen    als   Jagd-/Reiseveranstalter    Als    Veranstalter    sind   wir    für    die    Organisation    der Reiseleistungen   verantwortlich.   Für   den   Umfang   der   Leistungspflichten   als   Veranstalter von  Jagdreisen sind die Leistungsbeschreibungen in dem Prospekt, das schriftliche Anmeldeformular bzw. die Reisebestätigung maßgeblich.

§  7 Keine  Abschussgarantie  Wir  haften  grundsätzlich  nicht  dafür,  dass  der  Kunde  ggf.  gebuchte Wildarten auch tatsächlich erlegt oder erlegen kann. Wir werden uns lediglich mit der Sorgfalt eines ordentlichen  Kaufmanns  darum  bemühen,  dem  Kunden  den  vertraglich  vereinbarten  Abschuss  zu ermöglichen.   Abweichende   Regelungen   im   Einzelfall   bedürfen   der   ausdrücklichen   schriftlichen Vereinbarung.

§ 8 Haftung   Die   vertragliche   Haftung   als   Jagdreiseveranstalter   wegen   Schäden,   die   keine Körperschäden  sind,  ist  auf  den  dreifachen  Reisepreis  beschränkt,  soweit  ein  Schaden  weder vorsätzlich, noch grob fahrlässig verursacht oder soweit  wir als Reiseveranstalter allein wegen eines möglichen  Verschuldens  eines  Leistungsträgers  verantwortlich  sind.  Soweit  wir  als  Vermittler  tätig sind,   beschränkt sich   die   Haftung   auf   Leistungsstörungen   im   Zusammenhang   mit   der   reinen Vermittlungstätigkeit.  Im  Übrigen  kommt  dann  nur  die  Geltendmachung  von  haftungsrechtlichen Ansprüchen gegenüber  dem  Veranstalter  bzw.  Anbieter  von  anderen  Leistungen  in  Betracht.  Der Jagdkunde  übernimmt  als Teilnehmer  einer  Jagdreise  die  volle  Verantwortung  für  sämtliche  Risiken und Gefahren, die mit einer Jagdreise verbunden sind und nicht von dem Jagd - /Reiseveranstalter zu vertreten sind. Daher wird auch jede Jagdreise auf eigene Verantwortung des Jagdkunden und/oder der  Begleitperson  gebucht.  Es  wird dringend  empfohlen,  eine  Versicherung  abzuschließen,  die  alle Risiken  abdeckt.  Ein  Schadensersatzanspruch  gegen  den  Reisevermittler/Veranstalter  ist  insoweit beschränkt  oder  ausgeschlossen,  als  aufgrund  internationaler  Übereinkommen  oder  auf  solchen beruhenden  gesetzlichen  Vorschriften,  die  auf  die  von  einem  Leistungsträger  zu  erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten  Voraussetzungen  oder  Beschränkungen  geltend  gemacht  werden  kann  oder  unter bestimmten  Voraussetzungen  ausgeschlossen  ist.  Bei  Flugreisen  gelten  die  Bestimmungen  des Luftverkehrsgesetzes  in  Verbindung  mit  dem  Warschauer  Abkommen;  danach  ist  in  der  Regel  die Haftung des Luftfrachtführers für Tod oder Körperverletzung sowie die Verluste und Beschädigungen von Gepäck begrenzt. Bei Schiffsreisen gelten die Bestimmungen des HGB und des Binnenschifffahrtgesetzes, wenn dem Reisevermittler dabei die Stellung eines vertraglichen Reeders zukommt.  Im  Übrigen  gilt  folgende  Haftungsbegrenzung  für  Schadensersatzansprüche:  Die  Natura Wild GmbH haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Jagdkunde Schadensersatzansprüche  geltend  macht,  die  auf  Vorsatz  oder  grobe  Fahrlässigkeit,  einschließlich von  Vorsatz  oder  grober  Fahrlässigkeit  ihrer Vertreter  oder  Erfüllungsgehilfen  beruhen.  Soweit  uns keine  vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung angelastet wird, ist der Schadensersatzanspruch auf den vorhersehbaren, typischerweise entstandenen Schaden beschränkt. Wir  haften  nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen,  sofern  wir  die  Verletzung  einer  wesentlichen Vertragspflicht zu vertreten haben. In diesem Falle ist die Schadensersatzhaftung auf den Ersatz des vorhersehbaren,    typischerweise    entstehenden    Schadens    beschränkt.    Die    Haftung    wegen schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt; dies gilt auch im Falle einer Garantieübernahme sowie für die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

 §  9 Besonderheiten bei Transporten von Waffen und Munition Der Jagdkunde  ist  besonders  bei der Jagdreise ins Ausland für die Einhaltung der waffenrechtlichen Bestimmungen, insbesondere was den sicheren   Transport   und   die   Beibringung   der   formellen   Voraussetzungen   für   die   Einreise   mit Waffen/Munition  ins  Ausland  angeht,  selbst  verantwortlich.  Mit  der  Vermittlung  einer  Jagd/Reise bzw.  mit dem  Zustandekommen  eines  Jagd -/Reisevertrages  besteht  zwischen  uns  und  dem/den betroffenen  Kunden  Einigkeit  dahingehend,  dass  das  Fehlen  der  eigenen  Jagdwaffe  am  Ort  der Jagdveranstaltung  keinen  Grund  zur  Minderung  des  Reisepreises  bzw.  zur  Kündigung  der  Reise darstellt, soweit durch uns innerhalb einer angemessenen Frist von 2 Tagen dem Kunden am Ort der Jagdveranstaltung eine geeignete Ersatzwaffe zur Verfügung gestellt werden kann.

 §  10 Aufhebung/Kündigung  des  Vertrages  wegen  außergewöhnlicher  Umstände  Wird  die  Reise infolge  bei  Vertragsabschluss  nicht  vorhersehbarer  höherer  Gewalt  erheblich  erschwert,  gefährdet oder  beeinträchtigt,  so  können  beide  Vertragsparteien  den  Vertrag  kündigen.  Wird  der  Vertrag gekündigt,  so  kann  der  Vermittler/Veranstalter  für  die  bereits  erbrachten  oder  zur  Beendigung  der Reise zu erbringenden  Reiseleistungen  eine  angemessene  Entschädigung  verlangen.  Dabei  besteht zwischen  den  Vertragspartnern  bei  Vertragsabschlüsse  Einigkeit  dahingehend,  dass  auch  Tollwut  im Revier, ungewöhnliche  Witterungsbedingungen  (beispielsweise   außerplanmäßiges   Einsetzen  der Regenzeit ,Orkan, Sicherheitseinschränkung durch Blitzeis), Überschwemmungen, Naturkatastrophen, Feststellung  der amtlichen  Notzeit,  politische  Unruhen  u.  ä. –höhere  Gewalt -im  Sinne  dieser Regelung  darstellen.  Ein  Rückerstattungsanspruch  von  oben  genannten  Ereignissen  durch höhere Gewalt während des Jagdaufenthalts besteht in diesen Fällen nur bis zu 50%. Zudem bieten wir auch die Vermittlung oder Veranstaltung von Jagden auf militärisch genutzten Flächen der Bundesrepublik  Deutschland  an.  Es  besteht daher  zwischen  den  Vertragspartnern  auch  Einigkeit  darüber,  dass  die kurzfristige  und/oder nichtvorhersehbare Absage einer Jagdveranstaltung wegen einer militärischen Übung  einen  beidseitigen Kündigungsgrund  darstellt.  In  diesem  Falle  beschränkt  sich  die  bis  zur Kündigung durch uns erbrachte Leistung ebenfalls auf eine angemessene Entschädigung.

§ 11 Nicht  in  Anspruch  genommene  Leistungen  Nimmt  der  Jagdkunde  einzelne  Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen Gründen nicht in Anspruch, so besteht grundsätzlich kein  Erstattungsanspruch.  In  diesem  Fall  werden  wir  uns  lediglich  um  die  Erstattung  der  ersparten Aufwendungen   bemühen.   Diese   Verpflichtung   entfällt,   wenn   es   sich   um   völlig   unerhebliche Leistungen   handelt   oder   wenn   einer   Erstattung   gesetzliche   oder   behördliche   Bestimmungen entgegenstehen.


§  12 Bearbeitungsgebühr  Unabhängig  davon,  ob  eine  gebuchte  Jagdreise  auch  angetreten  wird, beträgt  die  Bearbeitungsgebühr  in  jedem  Fall  pro  Jagdkunde  150,00  €  und  für  nichtjagende Begleitpersonen  50,00  €.  Abweichend  davon  sind  die  Bearbeitungsgebühren  für  Ansitzjagd -, Niederwildjagd-und Drückjagdbuchungen  in  Deutschland.  Bei  Drückjagden  betragen  diese  je  Jäger und nichtjagender Begleitperson 50,00 € pro Person. Bei Ansitzjagden und Niederwildjagden wird eine Bearbeitungsgebühr von 90,00 € pro Person erhoben.


§ 13 Eigentum an Decke und Wildbret von erlegtem Wild Wenn nichts anderes vereinbart ist, erwirbt der Jagdkunde kein Eigentum an Decke und Wildbret des von ihm erlegten Wildes.


§  14 Einzelzimmer  Alle  Reisepreise  sind  auf  der  Basis  von  Doppelzimmern  kalkuliert.  Wenn  die Übernachtung   im Einzelzimmer(separater   Schlafraum)   stattfindet,   so   wird   dafür   ein   Zuschlag berechnet. Nähere Auskünfte erteilen wir gesondert.

§  15 Zusätzliche  Leistungen  Alle  zusätzlichen  Leistungsanforderungen  des  Kunden,  die  nicht  vorher schriftlich   vereinbart   worden   sind   (beispielsweise   zusätzliche   Hotelübernachtung,   zusätzliche Mahlzeiten,  Miete  einer  Waffe  etc.),  sind  entsprechend  der  Abrechnung  vor  Ort  zusätzlich  zu bezahlen. Bei Vermittelten Jagden/Reisen sind die Leistungsträger vom Kunden direkt zu bezahlen (§ 2).


§  16 Trophäeneinfuhr  Wir  haften  in  keinem  Fall  für  die  Möglichkeit,  erlegte  Trophäen  in  das Heimatland   des   Erlegers   einführen   zu   können.   Es   ist   allein   Aufgabe   des   Kunden,   dafür   die notwendigen  veterinäramtlichen  Bescheinigungen  zu  beschaffen  und  dafür  zu sorgen,  dass  sich  die Trophäen auch in einem solchen Zustand befinden, der eine legale Einfuhr ermöglicht. Insbesondere ist  die  Notwendigkeit  von  Einfuhrerlaubnissen  für  solche  Arten  zu  beachten,  die  in  der  Liste  des Washingtoner  Artenschutz -Abkommens  (WAA)  für  bedrohte  Tiere  erfasst  sind.  Jeder  Erleger  ist selbst für diese Einfuhrerlaubnis verantwortlich, die in Deutschland beim Bundesamt für Naturschutz und  Artenschutz,  Gruppe  I.1,  Durchführung  Artenschutz,  Konstantinstraße  110  in  53179  Bonn (Telefon Nr. 0228/9543-442) beantragt werden kann.


§ 17 Einfuhr von ungegerbten Bälgen und Wildbret Die Einfuhr von ungegerbten Bälgen und Wildbret bedarf  grundsätzlich  einer  veterinärrechtlichen  Genehmigung,  für  deren  Einholung  der  betreffende Jäger selbst verantwortlich ist.

§  18 Jagdrechtliche  Vorschriften  des  Gastlandes  Jeder  Kunde  ist  verpflichtet,  die  im  Jagdland verbindlichen  Vorschriften  anzuerkennen.  Dies  trifft  auch  für  die  Bewertung  der  Trophäen  zu.  Bei Nichtbeachtung    der    Jagdvorschriften    ist    der    Jagdveranstalter    berechtigt,    die    Jagd    ohne Regressansprüche des Kunden abzubrechen. Falls der Kunde während der Schonzeit oder gegen das ausdrückliche  Verbot  des  Pirschführers  bzw.  Veranstalters  der  betreffenden  Jagd  oder  in  dessen Abwesenheit Wild erlegt, wird eine zusätzliche Strafgebühr auf den Abschuss erhoben. Die Höhe der Strafgebühr ergibt sich grundsätzlich aus dem Prospekt und ist zuzüglich Umsatzsteuer zu entrichten.


§   19 Ausschluss   von   Ansprüchen   und   Verjährung   Ansprüche   wegen   nicht   vertragsgemäßer Erbringung  der  Reise  hat  der  Jagdkunde/Reisende  innerhalb  7  Tagen  nach  vertraglich  vorgesehener Beendigung  der  Reise  gegenüber  dem  Reiseveranstalter  schriftlich  geltend  zu  machen.  Nach  Ablauf der  Frist  kann  der  Jagdkunde/Reisende  Ansprüche  geltend  machen,  wenn  er  ohne  Verschulden  an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist. Ansprüche des Reisenden verjähren in 6 Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche  geltend  gemacht,  so  ist die  Verjährung  bis  zu  dem  Tag  gehemmt,  an  dem  der Reisevermittler/Veranstalter   die   Ansprüche   schriftlich   zurückweist.   Ansprüche   aus   unerlaubter Handlung verjähren in 3 Jahren.

§  20 Bedeutung  des  Protokolls  Über  die  Jagd  wird  in  den  Revieren  ein  Protokoll  angefertigt.  Dieses Protokoll   dient   als   Grundlage   der   späteren   Endabrechnung.   Evtl.   Reklamationen   bezüglich Jagdleistungen,   Service,   Verpflegung,   Trophäenvermessung   oder   wegen   Nebenkosten   müssen deswegen  unbedingt  im  Protokoll  vor  Ort  ausdrücklich  und  schriftlich  vermerkt  sein.  Im  Übrigen können  Ansprüche  jeder  Art  nur  geltend  gemacht  werden,  wenn  sie  unverzüglich  vor  Ort  gemeldet wurden   und   auch   Abhilfe   verlangt   wurde.   Wenn   sich   die   Revierverwaltung   vor   Ort  weigert, Beanstandungen in ein Protokoll aufzunehmen, dann ist ein Beanstandungsbericht anzufertigen, der wenigstens vom Kunden zu unterzeichnen ist und auf den im Protokoll hingewiesen werden muss.


§  21 Jagdschein  und  Jagdhaftpflichtversicherung  Alle Kunden,  die  keinen  gültigen  Bundesjagdschein besitzen, sind verpflichtet, in jedem Fall eine Jagdhaftpflichtversicherung abzuschließen. Wer nie die Jägerprüfung   abgelegt   hat   und   somit   auch   nicht   den   Nachweis   über   die   ordnungsgemäße Handhabung  von  Waffen  erbringen  kann,  kann  zwar  im  Ausland,  soweit  dem  nicht  landesrechtliche Bestimmungen   entgegenstehen,   trotzdem   jagen   und   dafür   eine   Jagdhaftpflichtversicherung abschließen; er muss gleichwohl damit rechnen, dass die Versicherung im Schadensfall nicht eintritt.

§  22 Unwirksamkeit  einzelner  Bestimmungen  Die  Unwirksamkeit  einzelner  Bestimmungen  des Vermittlungs - oder  Reisevertrages  hat  nicht  die  Unwirksamkeit  des  gesamten  Vertrages  zur  Folge. Nichtige   oder   unwirksame   Vertragsbestimmungen   sind   unter   Wahrung   des   Grundsatzes   der Vertragstreue neu zu regeln. Sollte der Vertrag eine Regelungslücke aufweisen, verpflichten sich die Parteien, den Vertrag zu ergänzen und den wirtschaftlich beabsichtigten Erfolg herbeizuführen.

§ 23 Versicherung Im Reisepreis ist keine Reiserücktrittskostenversicherung enthalten. Diesbezüglich empfehlen wir den selbständigen Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.

§  24 Gerichtsstand  Der  Reisende  kann  den  Reisevermittler  nur  an  dessen  Sitz,  Pastor - Reins -Str.  3, 49586 Merzen verklagen. Für Klagen der Natura Wild GmbH gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgeblich, es  sei denn, die Klage  richtet sich gegen Vollkaufleute  oder Personen, die nach Abschluss  des  Vertrages  ihren  Wohnsitz  oder  gewöhnlichen  Aufenthalt  ins  Ausland  verlegt  haben. Auch in  diesen  Fällen  ist  der  Sitz  der  Natura  Wild  GmbH  maßgebend.  Unser  Prospekt  ist  aus  vielen verschiedenen   Arrangements   mit   vielen   verschiedenen   Jagdzeiten   zusammengesetzt.   Deshalb werden Bedingungen und Preise für einzelne Arrangements nur in einer bestimmten Zeitspanne, z. B. für das jeweilige Jagdjahr, oder wie die im Angebot gemachten Angaben gültig sein.


§   25 Schlussbemerkung  Wir  lassen  größtmögliche  Sorgfalt   bei  der  Auswahl  der  Gebiete   und Veranstaltungen sowie der Beratung seiner Kunden walten. Es kann keine Garantie für Wildbestände, Trophäenqualitäten   und   Jagderfolge   gegeben   werden.   Die   Angaben   von   uns beziehen   sich ausschließlich auf Erfahrungen der Mitarbeiter und Kunden und stellen die persönliche Einschätzung des zuständigen Jagdreiseberaters dar. Die von uns angebotenen Jagden finden vorwiegend in freier Wildbahn  statt,  die  Gebiete  unterliegen  vielen,  von  uns  nicht  einschätzbaren  Unabwägbarkeiten
(Witterungsverhältnisse vor und während der Jagd); dies gilt auch für den Jagdverlauf (Kondition und Schießfertigkeit  des  Gastes).  Viele  der Jagden  finden  in  abgelegenen  Gebieten  statt,  in  denen  ein
gewisser –oft erheblicher –Mangel an Komfort in Kauf genommen werden muss. Bedenken Sie, dass der  Jagderfolg  zu  einem  großen  Teil  auch  von  Ihrem  Einfühlungsvermögen  in  fremde  Mentalitäten,
von Ihrer Passion und Einsatzbereitschaft abhängig ist. Nichtjagende Begleitpersonen sollten wissen, dass  ihre  Bedürfnisse  hinter  jagdliche  Belange  gestellt  werden  und  die  Jagdbegleitung  nur  möglich ist, wenn es die örtlichen Verhältnisse zulassen.

§  26 Schlussbestimmungen 1. Es  gilt  das Recht der Bundesrepublik  Deutschland. Die Bestimmungen des  UN-Kaufrechts  finden  keine  Anwendung.  2.  Ist  der  Kunde  Kaufmann,  juristische  Person  des öffentlichen  Rechts  oder  öffentlich -rechtliches  Sondervermögen,  ist  ausschließlicher  Gerichtsstand für  alle  Streitigkeiten  Merzen.  Dasselbe  gilt,  wenn  der  Kunde  keinen  Allgemeinen  Gerichtsstand  in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt sind.


STAND Januar 2018